NRW-Verkehrsminister erlebt Weltpremiere bei RTB in Bad Lippspringe

Hendrik Wüst kündigt Ende des „Ampel-Provisoriums“ an

18.08.2020

Die Zukunft der Mobilität stand im Mittelpunkt des Besuches von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der Firma RTB in Bad Lippspringe. Beeindruckt zeigte sich der Minister dabei nicht nur von der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft des Betriebes, als ihm Inhaber Rudolf Broer die Erfolgsgeschichte des Unternehmens für intelligente Verkehrstechnik präsentierte.  Eine Weltpremiere erlebte der Landespolitiker auch bei der Vorstellung des weltweit ersten kontaktlosen Ampeltasters. Mit dieser RTB-Entwicklung kann zum Beispiel eine Ansteckung mit dem Coronavirus über eine Berührung vermieden werden. Die Geräte sind mit Radar und LED-Leuchtstreifen für sehbehinderte Menschen ausgestattet. Das Radar erkennt, wenn sie eine Person der Ampel nähert und fordert ein Signal an, ohne das jemand den Ampeltaster berühren muss. „Im Herbst beginnt die Auslieferung, die ersten 100 Exemplare machen sich auf die Reise nach Hongkong“, konnte Broer stolz vermelden.

Hendrik Wüst war auf Einladung des CDU-Bürgermeisterkandidaten Ulrich Lange in die Badestadt gekommen. Beide kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten in der Jungen Union und arbeiten aktuell im Landesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion zusammen, dem Wüst als Vorsitzender und Lange als Stellvertreter angehört. Der Münsterländer sprach aber nicht nur über Infrastrukturvorhaben der Landesregierung - er hatte auch zwei konkrete und sehr erfreuliche Botschaften für die Region im Gepäck. So wird die provisorische Baustellenampel an der Kreuzung L814/Am Vorderflöß im September endlich durch eine fest installierte Signalanlage ersetzt. „Diese Ampel am Ortseingang war 2017 für die Landesgartenschau als Übergangslösung errichtet worden, für viele Mitbürger ist dieses Provisorium seitdem ein großes Ärgernis“, freute sich auch der CDU-Vorsitzende Bastian Heggemann über die erfolgreiche Nachfrage seine Bürgermeisterkandidaten.

Zudem seien die Arbeiten an der Gauseköte, der wichtigen Verbindung zwischen Paderborn und Detmold, „voll im Plan“. Die Freigabe der Straße soll laut Wüst Anfang kommenden Jahres erfolgen.

Zum Minister-Termin waren auch der CDU-Landratskandidat Christoph Rüther und Paderborns Bürgermeister Michael Dreier gekommen. Sie informierten Wüst gemeinsam mit Professor Ansgar Trächtler vom Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn über das Pilotprojekt der intelligenten und zukunftsgerichteten Verkehrslenkung an der Schlosskreuzung in Schloß Neuhaus. „Durch Digitalisierung unterstütze Mobilität ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem ‚smarten‘ Kreis Paderborn“, berichtete Ulrich Lange abschließend über Möglichkeiten, wie auch Bad Lippspringe von der digitalen Modellregion OWL profitieren kann.